{"id":32,"date":"2007-06-27T17:34:04","date_gmt":"2007-06-27T15:34:04","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.elsner-overberg.de\/?p=32"},"modified":"2007-06-27T17:34:04","modified_gmt":"2007-06-27T15:34:04","slug":"handystress-im-haupteingang","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/buechertage.elsner-overberg.de\/?p=32","title":{"rendered":"Handystress im Haupteingang"},"content":{"rendered":"<p>Bibliotheken waren mal ein Ort der kontemplativen Ruhe!<\/p>\n<p>Man konnte sich dort irgendwo niederlassen, leise in spannenden B\u00fcchern bl\u00e4ttern und lesen, bis man einschlief. Das ist in den besten Leses\u00e4len vorgekommen. Auch heutzutage werden in den Abendstunden unsere G\u00e4ste oftmals m\u00fcde und halten dann im Lesecaf\u00c3\u00a9, das von au\u00dfen so gut zu betrachten ist,  gerne ein Nickerchen. Zusammengesunken \u00fcber ihrer Lekt\u00fcre bieten sie dem Betrachter ein friedliches Bild. Nebenan, in der Kinderbibliothek,  sinken abgek\u00e4mpfte Mamas schon mal auf den weichen Sofas in sich zusammen, blinzeln noch mal kurz und sind in null Komma nix eingeschlafen.<\/p>\n<p>Im Unterschied zur ersten Schl\u00e4fergruppe sind die Mamas v\u00f6llig pflegeleicht: Sie schlafen feste durch, auch wenn drumherum der gr\u00f6\u00dfte Krach veranstaltet wird. Die Lesecaf\u00c3\u00a9-Schl\u00e4fer (das sind \u00fcberwiegend M\u00e4nner! \ud83d\ude09 ) aber sind eigenwillig. Tosende, schr\u00e4ge, pl\u00e4rrende oder quickende Handy-Klingelt\u00f6ne lassen sie permanent hochschrecken, so dass an einen geruhsamen und gesunden Schlaf nicht zu denken ist. Dreimal geweckt stehen sie dann endlich missgelaunt auf, um sich zu beschweren und verlangen Regeln. So entstand das Handy-Verbot.<!--more--><\/p>\n<p>Gleich am Eingang h\u00e4ngt das durchgestrichene Handy an der Scheibe, damit man\u2019s gleich sieht. An ungef\u00e4hr 10 anderen Stellen in der Bibliothek  wiederholt sich der nonverbale Hinweis\u2013 die Wirkung aber ist vollst\u00e4ndig zu vernachl\u00e4ssigen. Die Handy-Telefonierer sind ohne Hemmungen bei der Sache, stehen gerne mitten im Eingang und reden dort vorwiegend laut mit irgendwem.<\/p>\n<p>Das glauben Sie nicht? Na, dann kommen Sie doch mal mit!<\/p>\n<p>Sieh an,  da steht doch wieder so eine Handy-Frau. Ihre Au\u00dfenwahrnehmung ist deutlich vermindert und  die Bibliotheksdirektorin hat M\u00fche, w\u00e4hrend der Telefoniererei einen Kontakt zum Zweck des Regeltransportes herzustellen. Der  Satz &#8222;Bitte schalten Sie jetzt Ihr Handy aus!&#8220; wird mit zwingender Beharrlichkeit wortgleich mindestens dreimal wiederholt. Die Handy-Dame f\u00fchlt sich bestenfalls gest\u00f6rt und dreht abwehrend ab,  telefoniert  einfach weiter und steigert die Lautst\u00e4rke.<\/p>\n<p>Jetzt ist Ganzk\u00f6rpereinsatz n\u00f6tig! Die Biblioheksdirektorin umrundet die Dame und versucht es von der anderen Seite. Wieder dreht die Dame ab. Ein neuerlicher Versuch klappt dank schneller Beinarbeit! Die Direktorin hat endlich Blickkontakt und schaut in ein w\u00fctendes Gesicht. Der dazugeh\u00f6rige Mund klappt auf und folgende Worte werden herausgeschleudert:<\/p>\n<p>&#8222;Sehen Sie denn  nicht, dass ich gerade telefoniere?&#8220;<\/p>\n<p>Ja, genau! \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bibliotheken waren mal ein Ort der kontemplativen Ruhe! Man konnte sich dort irgendwo niederlassen, leise in spannenden B\u00fcchern bl\u00e4ttern und lesen, bis man einschlief. Das ist in den besten Leses\u00e4len vorgekommen. 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