Zicke-zacke, frère Jacques

Die zweisprachige Vorlesestunde war richtig lecker: Alle Vorleseclubkids lernten das Land Frankreich bei Camenbert, deftiger Wurst und Baguettes kennen und futterten, als hätten sie tagelang nicht gegessen. Die Mamas auf den Stühlen schämten sich heftig.

„Jaques, nun lass doch den anderen Kindern auch was übrig! Du hattest doch heute Mittag gerade noch zwei Teller Nudeln!“

Jaques war das egal, der Camembert war nämlich so köstlich, dass er und sein kleiner Bruder Maurice immer wieder zugreifen mussten.

Die beiden Jungs waren sowieso die Stars, weil ihr Papa nämlich Franzose ist, und so konnten sie super angeben, auf Französisch bis zehn zählen, und die Farben der französichen Flagge mal eben mit  „rouge, bleu, blanc“ beschreiben. Doch bevor das Vorlesen von „Le joueur de flûte de Hamlin“ dran kam,  musste noch gesungen werden:

Frère Jacques, Frère Jacques,
Dormez vous? Dormez vous?
Sonnez les matines, sonnez les matines
Ding Ding Dong, Ding Ding Dong.

Selbstverständlich legte sich unser Bibliotheks-Jacques dann auch als erster hin, um den Frère Jacques zu spielen. Doch statt mitzusingen, legten sich alle anderen Kinder selbst lieber auch hin und machten einen auf fauler Bruder.

Als dann aber  die deutsche Schulhof-Fassung gesungen wurde, waren plötzlich alle wieder wach und konnten kräftig mitsingen:

Frère Jacques, Hühnerkacke,
Dormez vous? Alte Kuh?
Sonnez les matines, alte Waschmaschine
Ding Ding Dong, Ding Ding krack.

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