Gestern waren wir zu, heute sind wir offen ..

Bibliotheken sollten eigentlich immer offen sein, am besten auch sonntags und in der Nacht. Wem ist nicht schon mal in der Nacht zum Montag eingefallen, dass für den kommenden Tag dringend ein Text für die Schule oder den Literaturkreis zu lesen gewesen wäre? Zeit hätte man ja gerade, allein es fehlt das Buch, das nun ungenutzt in der Bibliothek herumsteht.

Besonders in Ferienzeiten sind unsere Bibliotheken immer gut besucht und ein ruhiges Plätzchen ist dann nicht zu finden. Alle Welt braucht dann ein Buch, eine Information, einen schönen Film … und die Kleinen kommen zur Vorlesestunde oder schreiben in Workshops eigene Geschichten.

Doch manchmal macht die Belegschaft schlapp und liegt gehäuft und krank in ihren Betten. Einige durften auch Urlaub nehmen oder müssen gerade jetzt zu wichtigen Schulungen gehen. In der Stadtbibliothek des Nachbarstädtchens kam es ganz schlimm: Die dortige Bibliothek musste eine ganze Woche aus Krankheitsgründen geschlossen werden.

Nun ist diese Nachbarstadt so klein, dass sie keine eigene Zeitung hat. Zum Ausgleich bringt unsere größte Zeitung regelmäßig eine Seite mit lokalen Meldungen von dort. So sind immer alle gut unterrichtet, was überall los ist.

Dann verebbte plötzlich der Besucherstrom im Hause unserer Bibliotheksdirektorin– ein seltsames und unerklärbares Phänomen in der herbstlichen Ferienzeit. Die Bibliothek war gähnend leer und gespenstisch ruhig. Gleich mehrmals fragte die wenige, verbliebene Kundschaft nach, wann wir denn jetzt schließen würden, sie hätten das doch in der Zeitung gelesen.

Und da kapierte unsere Direktorin endlich, was passiert war: Weiterlesen

Ganz viele BibliotheksdirektorInnen

Selbstverständlich fährt die Bibliotheksdirektorin mit dem ÖPNV, sofern sie nicht haufenweise Bücherkisten oder leseförderndes Spielzeug mitnehmen muss. Die letzte Reise ging nach Heidelberg und außer den Tagungsunterlagen, einem kleinen Koffer und einem Bookcrossing-Buch über den Humor der Heidelberger gab es nichts zu schleppen.

Die Reise ging morgens um 8:45 Uhr los und gleich der erste Zug hatte 5 Minuten Verspätung. Das ging noch; der Anschluss klappte trotzdem, wenn auch knapp.

Im ICE 515 richtete sie sich gemütlich ein, las, döste etwas und wollte dann einen Kaffee trinken. Die Bahn-Kellnerinnen wuselten an ihrem Kaffeeschalter 10 Minuten irgendwie herum und waren erstmal nicht bereit, ein Getränk herausrücken. Naja …

Auf dem Rückweg zum Platz geht man am besten noch schnell aufs WC. Gedacht, getan! Unter höchster Körperspannung – man will ja dort nichts berühren– spürte die Bibliotheksdirektorin, dass sich der Zug in eine Linkskurve neigte. In diesem Augenblick traf sie ein harter Schlag von rechts. Sie schrie auf und dachte eine Sekunde lang, dass der Zug umgekippt sei!

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Kaugummikugeln, ganz billig

In Bibliotheken kann man täglich schlauer werden! Auch die Bibliotheksdirektorin lernt lebenslang dazu und ist seit letzter Woche Fachfrau für Scheidemünzen, Medaillen und Marken. Deren Aussehen ist nämlich geregelt, nachzulesen in der „Medaillenverordnung“, von der sie bis vor zwei Wochen noch keine blasse Ahnung hatte. Da haben die kleinen Bibliothekskunden, alle wahrscheinlich weniger als einen laufenden Meter hoch, ihr doch mal wieder gezeigt, dass ihre Kreativität grenzenlos ist und Ausprobieren immer hilft!

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Kleben im Gewisch

Unfreiwillige Versprecher sind eine Spezialiät unserer Bibliotheksdirektorin.

Bei der sommerlichen Wanderung ins bergische Grün ging Ihr der Titel „Lesen im Gebüsch“ anfangs ja noch halbwegs glatt über die Lippen.

Doch dann kam’s! Weiterlesen